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Archive for Februar 2011

PG-Girls

Kategorien:Menschen

Saxophon

13. Februar 2011 1 Kommentar

Kategorien:Verschiedenes

Brutalität in Bruchstein

Ich denke diese Beschreibung trifft für sie ganz gut zu. Sie, ist die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang und fällt neben ihren nüchternen, klaren Linien mit ihrem dunklen Äußeren auf. Sicherlich passt der Bruchstein besser in das Landschaftsbild der Nordeifel als ein grauer Betonklotz aber das finstere Erscheinungsbild, gepaart mit dem Größenwahn ihrer Erbauer, vermitteln in meinen Augen eine Form von architektonischer Brutalität, wie sie bei so ziemlich allen NS-Bauten zu erkennen war und oft auch heute noch ist.

Als eine von 3 Ordensburgen wurde Vogelsang in nur 2 Jahren als Kaderschmiede für künftige NSDAP-Führungskräfte errichtet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Vogelsang zunächst von der britischen Armee, wenige Jahre später durch die belgische Armee als Kaserne genutzt. Hierzu gehörte auch das daraufhin geräumte Dorf Wollseifen, welches fortan für das Training im Häuserkampf herhalten musste. Die Kaserne, Camp Vogelsang genannt, wurde wie der angrenzende Truppenübungsplatz zum 01.01.2006 aufgegeben. Seitdem wird für Vogelsang nach einer Nutzung gesucht, was sich angesichts der Dimension der Anlage und der bebauten Fläche als schwierig erweisen dürfte. Seit nun mehr als 5 Jahren ist die Anlage weitestgehend für die Öffentlichkeit zugänglich. Aus fotografischer Sicht ein interessantes Motiv, das nur leider durch unzählige Warn- und Hinweisschilder völlig verunstaltet ist.

Meine Bildauswahl war natürlich kein Zufall. Die Bilder sollen zwar das Finstere der Anlage darstellen, jedoch nicht den nationalsozialistischen Ursprung. Ich hoffe das ist mir mit den folgenden Bildern geglückt.

Kategorien:Dunkle Zeiten

Das tote Dorf

6. Februar 2011 3 Kommentare

Heute hat es mich mit Sascha, Dennis, Michael und Hagen zu einer Fototour in die Nordeifel verschlagen. Zunächst in die Wüstung Wollseifen. Ein Geisterdorf, dass durch seine unmittelbare Nähe zur ehem. NS-Ordensburg Vogelsang direkt nach Ende des Krieges von der britischen Armee geräumt und mit der umliegenden Landschaft zum Truppenübungsplatz umfunktioniert wurde. Nach vergleichsweise kurzer Nutzung, wurden Wollseifen wie auch Vogelsang an die belgische Armee übergeben, die das gesamte Areal als Camp Vogelsang bis Ende 2005 nutzten.

Von den originalen Gebäuden des Dorfs sind nur noch die Kirche St. Rochus, die alte Schule und ein Trafohäuschen vorhanden. Die übrigen Gebäude wurden nach ihrer „starken Beanspruchung“ abgerissen und durch neuere Übungsgebäude im Laufe der Jahrzehnte ersetzt. Zuletzt trainierten dort im Jahr 2001, Einheiten der belgischen Armee den Häuserkampf als Vorbereitung für ihren Einsatz im Kosovo. Seit dem 01.01.2006 ist Wollseifen, oder vielmehr das, was davon übrig ist, wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Vor etwas mehr als einem Jahr führte mich bereits eine Fototour dorthin (die Bilder stehen in meinem Picasa-Album), weshalb ich mich heute auf deutlich weniger beschränkt habe. Aber seht selbst:

Kategorien:Dunkle Zeiten